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Autor Thema: Stilmittel  (Gelesen 5181 mal)

Leila

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Stilmittel
« am: September 13, 2014, 10:53:16 »
Welche Stilmittel kann man in dem Ausdruck "Hoffnungslos hoffen sie [...]" finden?

24

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Stilmittel
« Antwort #1 am: September 13, 2014, 21:50:42 »
Wie geht es denn weiter? Als Aussage ("Hoffnungslos hoffen sie!") wäre es eher ein Paradoxon. Als Situation oder Handlung ("Hoffnungslos hoffen sie auf Hoffnung.") - oder Ähnliches - tendiere es eher zu einem Oxymoron.

Obwohl ich sagen muss, dass man bei einem Paradoxon eher unterschiedliche Begriffe nimmt, die sich widersprechen. Beim Oxymoron ist es ein innerer Widerspruch.
Mit besten Grüßen
24

Jonas

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Stilmittel
« Antwort #2 am: Oktober 02, 2014, 18:26:49 »
Ahoj!

Leider habe ich diesen Beitrag erst jetzt gefunden, möchte aber dennoch einen kleinen Beitrag beisteuern, um dir bei der Suche nach Stilmitteln zu helfen - vielleicht ist es ja auch noch für spätere Besucher interessant. Auf geht's.

  • Figura etymologica (etymologische Figur): Meint, dass Wörter, die der gleichen Wortfamilie angehören - hierbei ist es der gemeinsame Wortstamm hoff- nacheinander genannt werden. Die Abfolge von hoffnungslos und hoffen beschreibt genau diesen Umstand - siehe: http://wortwuchs.net/stilmittel/figura-etymologica/
  • Assonanz: Als Assonanz wird ein Halbreim bezeichnet, der zwischen den Vokalen benachbarter Wörter auftritt. Da hoffnungslos und hoffen aufeinanderfolgen, beide ein o beinhalten, kann diese Stilfigur gelten - siehe: http://wortwuchs.net/stilmittel/assonanz/
  • Oxymoron: Hierbei gilt, dass widersprüchliche Wörter miteinander verbunden werden, da sich beide Wörter widersprechen, kann das Ganze durchaus als Oxymoron gelten - siehe: http://wortwuchs.net/stilmittel/oxymoron/

@24

Die Überlegung in Bezug auf das Oxymoron ist richtig. Allerdings liegst du beim Paradoxon falsch. Hierbei geht es eher darum, dass wir es mit einem Scheinwiderspruch zu tun haben. Das Paradoxon wirkt also im Gegensatz zum Oxymoron nur auf den ersten Blick widersprüchlich, birgt letzten Endes aber eine tiefere Wahrheit - welche Wörter du dafür verwendet, ist nebensächlich - siehe: http://wortwuchs.net/stilmittel/paradoxon/

Cheers
Gärtner der Sprache, Hausmeister im Forum und verantwortlich für Wortwuchs.

Maria Grazia

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Stilmittel
« Antwort #3 am: November 12, 2014, 22:44:55 »
Also ich würde es durchaus als Paradoxon durchgehen lassen. Man kann ja schließlich auch hoffen, obwohl rational alle Hoffnung verloren scheint. Die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt... ;)

Hannes

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Stilmittel
« Antwort #4 am: November 17, 2014, 17:26:00 »
Also ich würde es durchaus als Paradoxon durchgehen lassen. Man kann ja schließlich auch hoffen, obwohl rational alle Hoffnung verloren scheint. Die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt...

Es stimmt, was du schreibst, Maria. Allerdings glaube ich, dass Jonas sich hauptsächlich darauf bezogen hat, dass 24 schrieb, "dass man bei einem Paradoxon eher unterschiedliche Begriffe nimmt, die sich widersprechen.", was nicht unbedingt richtig ist, auch wenn es sein kann.

Außerdem würde ich das Ganze auch als Oxymoron bezeichnen - wobei ich denke, dass es wesentlich ist, überhaupt zu erkennen, das dort was im Busch ist. Weiterhin meine ich, dass man das Ganze als Alliteration bezeichnen könnte oder nicht?

Grüße!