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Autor Thema: Wenigstens "eine" oder "einer" von uns?  (Gelesen 6036 mal)

Sarah

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Wenigstens "eine" oder "einer" von uns?
« am: Juli 27, 2014, 21:46:07 »
Hallo zusammen.

Ich habe eine dringende Frage und hoffe ihr könnt mir helfen.

Wenn sich ein Mann und eine Frau unterhalten, muss dann der Mann "Wenigstens eine von uns." oder "wenigestens einer von uns" sagen.

Beispiel:

Mann: Ich wäre gerne weise.
Frau: Das kommt mit dem Alter. Ich bin zuversichtlich!
Mann: Na, wenigstens EINER/EINE von uns.

Was ist richtig?

Vielen Dank schon mal. Liebe Grüße.

24

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Wenigstens "eine" oder "einer" von uns?
« Antwort #1 am: Juli 27, 2014, 23:06:15 »
Richtig ist "einer".

Da sich das Gender nach beiden Genera richtet, kommt eine geschlechtsneutrale Form oder beide Formen in Frage.

Die maskuline ist im Deutschen - sowie in vielen anderen Sprachen - die genderneutrale Form, weshalb diese grammatisch gesehen richtig wäre. Netter wäre natürlich beide Formen anzuwenden, wenn man meint, dies sei notwendig. Also: "Na, wenigstens einer bzw. eine von uns.".
Mit besten Grüßen
24

emilia

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Wenigstens "eine" oder "einer" von uns?
« Antwort #2 am: September 09, 2014, 17:33:41 »
kleine fußnote zur antwort von 24:

'genderneutral' ist nicht ganz der richtige ausdruck, gemeint ist wohl 'generisches maskulinum', und das ist, wie der name schon andeutet, eben nicht geschlechterneutral, sondern setzt ein geschlecht als norm, quasi als ausschlaggebenden faktor. vgl:
http://de.wikipedia.org/wiki/Generisches_Maskulinum

24

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Wenigstens "eine" oder "einer" von uns?
« Antwort #3 am: September 09, 2014, 18:37:14 »
Ist das nicht eher eine Frage der Interpretation? Immerhin geht mir persönlich das ganze Thema viel zu sehr in die Psycholinguistik, was wiederum nolens volens seine Form als Politik annimmt. Und dann streiten sich die Geister, was "politisch korrekt" und "gendergerecht" sei - und alle fühlen sich von der Sprache diskriminiert.

Im Englischen wird das Personalpronomen 'he' ebenfalls als genderneutral definiert. Zudem streben viele nach der Ideologie der vereinfachten Sprache. Aber wo bloß ansetzen, wenn sich solche Probleme widerspiegeln lassen.

Ein viel zu umstrittenes Thema, welches nicht einmal von Bildungsinstituten gerne gesehen wird.

emilia

  • Gast
Wenigstens "eine" oder "einer" von uns?
« Antwort #4 am: September 09, 2014, 18:49:07 »
nein, daß die von dir geschriebene antwort bezieht sich eindeutig auf das generische maskulinum, das ist - jenseits 'politischer' diskussionen - ein feststehender begriff.

"alle fühlen sich von der sprache diskriminiert" - wen meinst du denn mit 'alle'?

und die meisten 'bildungsinstitute' haben mittlerweile richtlinien zum genderneutralen formulieren von texten - genderneutral bedeutet nämlich nicht generisches maskulinum, sondern nicht ein geschlecht hervorhebend.

psycholinguistisch wäre die frage, wer sich wovon mitgemeint fühlt oder nicht - hier ging es ja bis jetzt nur um die grammatikalisch korrekte antwort und um die korrekte bezeichnung dieser sprachregelung.

und was meinst du mit 'viel zu umstritten'? zu umstritten wofür?

emilia

  • Gast
Wenigstens "eine" oder "einer" von uns?
« Antwort #5 am: September 09, 2014, 18:50:04 »
(daß aus der ersten zeile)