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Nachrichten - Derryck

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Guten Tag, Samalken!

In der Tat könnte man eine sehr schöne Hausarbeit über Lessings unterschiedliche Auffassungen von Religiösität verfassen.

So stellt Lessing unter anderem die "natürliche Religion" der "positiven Religion" gegenüber. Dabei ist die "natürliche Religion" eine Art reiner, naiver, mit Sinnen erfahrbarer, suchender Glaubenszustand, der erst durch gesellschaftliche Verträge, Normen und Rechte in einer positive, bestätigte Religion überführt werde.

Diese beiden Begrifflichkeiten lassen sich auch auf "Nathan der Weise" übertragen. Frage dich: Welche Figur glaubt, weil sie Gott "erkennt" und welche eher aufgrund religiöser Konvention?

Ich stecke nicht ganz in dieser Thematik drin, aber ich bin mir sicher, dass du dazu wertvolle Sekundärliteratur und bessere Erklärungen finden würdest, als die Tipps, die ich dir geben könnte. Viel Erfolg dabei! 

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Ich hab' da mal 'ne Frage / Lesestrategien
« am: November 25, 2021, 07:19:38 »
Nun, zumindest was die gesuchten Bücher anbelangt, kann ich dir vielleicht etwas weiterhelfen. Der Klett-Verlag bietet jedenfalls vier Arbeitshefte mit dem besagten Titel an, anhand derer du sicherlich analysieren könntest, was es mit dieser Lernmethode auf sich haben soll.


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Ich würde sagen, dass die Redewendung "Vom Winde verweht" sehr vielschichtig in ihrer Bildhaftigkeit ist und daher nicht nur ein Stilmittel, sondern gleich ein hybrides rhetorisches Stilmittel ist.

Es kann – besonders wenn die Dramatik des Vergänglichen im starken Kontrast zu der Phrase steht – durchaus auch als Euphemismus gesehen werden, ja. Ich würde darin zusätzlich eine kleine Alliteration sehen, was die Beliebtheit dieser klangvollen Phrase ebenfalls erklärt. Je nach Verwendung könnte "vom Winde verweht" auch ein Mittel der Ironie sein. Auch sehe ich darin eine Metapher, da ein übertragener Sinn hergestellt wird, sofern nicht buchstäblich Laub oder Staub im Winde verweht wird.

Du siehst – "vom Winde verweht" ist ein sehr reichhaltige rhetorische Figur. :)

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Ich hab' da mal 'ne Frage / Zahlwörter
« am: November 15, 2021, 09:31:20 »
Hast du schon mal bei "Germanistik im Netz" nachgeforscht?

Dort habe ich jedenfalls für dich folgende Publikation entdeckt:

Titel: Die Geschichte der deutschen "halb"-Zahlwörter
Untersuchungen zur Neubesetzung eines lexikalischen Feldes und zur Univerbierung syntaktischer Gruppen
Autor*in: Boeters, Max
Erschienen: 2006
Verlag:  Winter, Heidelberg

Vielleicht wirst du ja da fündig!

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Mitgliedervorstellungen / Nun bin ich hier...
« am: Oktober 20, 2021, 15:44:16 »
Herzlich willkommen im Wortwuchs-Forum! Ich bin auch neu hier und freue mich auf den wortreichen Austausch mit Gleichgesinnten. :)

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Ich hab' da mal 'ne Frage / Rhetorische Figuren in Songtext erkennen
« am: Oktober 20, 2021, 15:29:20 »
Sehr beliebt in der Textanalyse (z.B. auch im Goethe-Institut) sind Songtexte von den Wise Guys. Da drehen so einige rhetorische Figuren ihre Pirouetten. Hier z.B.

Auszug aus Wise Guys - Wo der Pfeffer wächst

Ich wünsch' dich dahin, wo der Pfeffer wächst
Wo die Knusperhexe hext
Dahin, wo der Yeti wohnt
Oder gleich zum Mann im Mond
Ich wünsche dich und dein Porzellangesicht
Dahin, wo niemand Deutsch und Englisch spricht
Wo ab und zu 'n Sack Reis umfällt
Ich wünsch dich an den Arsch der Welt

Hier wimmelt es ja nur vor Metaphern, Hyperbeln, Personifikationen, Reimen, Symbolen und Synekdochen.

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